Gastautoren

Von UFOs und Tauchsiedern (12. Januar 2007, Andre Zeppelin, Berlin)

Ein Wasserkocher der wie eine Spirale aussieht - man legt es ins Wasser und das Wasser wird gekocht, ohne Sicherung gegen Überhitzen, aber beim Kochen passt sowieso jemand die ganze Zeit auf?! Das nennt sich Tauchsieder! Oder auch UFO in der einfacheren Variante, die sich - ausgehend von unseren einstigen sowjetischen Waffenbrüdern - wohl bis zu jedem "Landser" in den Armeen des Warschauer Vertrages - verbreitet hat. Ist aber nicht geeignet für "Weicheier":

Man nehme zwei mittelgroße Deckel von Konservendosen, einen Druckknopf aus Kunststoff (am besten von einem Schutzanzug gegen ABC-Waffen) und ein Stück zweiadriges Kabel (können auch mehr Adern sein, aber man braucht nun mal nur zwei). Das Kabel organisierte man sich üblicherweise von einer Rolle Feldtelefonkabel :-). Gegebenenfalls noch zwei Streichhölzer.

Montage:
- Sicherstellen, dass weder Vorgesetzte noch Feiglinge oder Frauen in der Nähe sind!
- In der Mitte die Konservendeckel mit Bajonett, Taschenmesser, Schraubenzieher (oder was eben zur Hand) überkreuz durchstechen und ein Loch aufbiegen, durch das der Aussengewindeteil der beiden Hälften des Druckknopfes passt und einen Deckel mit der Buchse, den anderen mit dem Stecker des Knopfes verschrauben.
- Am Rand jedes Deckels ein kleines Loch durchstechen, jeweils eine Ader des Kabels durchstecken und fest verrödeln.
- Dann beide Deckel per Druckknopf verbinden und alles so hinbiegen, dass bei 220 Volt und 50 Hertz der Mindestabstand zwischen den Deckeln vier Millimeter nicht unterschreitet.
Bei 380 Volt und 50 Hertz (falls man nicht zwei, sondern drei Deckel nimmt) Mindestabstand acht Millimeter. :-)
- Nur isolierende beziehungsweise nichtleitende Kochgeschirre (Kunststoff oder Keramik) verwenden und ebenso isolierte Rührgeräte! Am besten mit Gummihandschuhen arbeiten!
- Die anderen Enden des Kabels so präparieren, dass man die Verbindung zur Stromquelle herstellen kann. Bei einer normalen Steckdose isoliert man etwa drei bis vier Zentimeter der Adern ab und umwickelt damit Streichhölzer (falls kein standardisierter Netzstecker zur Hand.)

Anwendung:
- Isoliertes Kochgeschirr mit Trinkwasser in der gewünschten Menge füllen.
- UFO tief hineintauchen und aufpassen, dass es nicht rausrutschen kann.
- Verbindung zum Stromnetz beziehungsweise Generator herstellen und hoffen, dass weder das Kabel schmort, noch die Sicherung durchknallt oder gar der Generator verreckt.
- Warten, bis das Wasser kocht - zwischendurch rühren reduziert das Risiko.
- Suppe, Karoffeln, Gemüse oder sonstwas Kochen beziehungsweise Wasser für Tee, Kaffee, Brühe oder ähnliches verwenden.

Achtung:
Die Zugabe von Salz, Essig, saurem Kochgut etc. reduziert den elektrischen Widerstand des Wassers. Also die Steckdose und das Kabel auf Flammenbildung im Auge behalten.
Wenn Speise fertig, Verbindung zur Stromquelle trennen und UFO unauffindbar verstecken. :-)

Sofern man bei der Bereitung eines Gerichts mit sochem Hilfsmittel keinen Schaden nimmt und nicht etwa schon dabei erwischt wurde, garantiere ich, dass selbst so gekochte Pellkartoffeln gleich drei mal so gut munden, wie solche, die auf einem StiNo-Herd bereitet wurden. Und erst der Kaffee ...

Polizei und Sicherheitsgurt (11. Mai 2007, Thorsten Baumeister, Поспелиха)

Ich war 12 Jahre in Sibirien und fuhr jeden Tag mit einem russischen Auto nach Поспелиха. Das hatte das selbe Geburtsjahr wie ich, das war eigentlich schon Abenteuer pur. Nun hatte diese "Копейка" keine Sicherheitsgurte - ok, es gab ja auch nicht viel, wo man hätte gegen fahren können. Und die erste Polizeikontrolle sollte meine sein.

Das man Stoppen muss, wenn ein Polizist recht schüchtern mit einen Mini-Schlagstock winkt, sagte mir mein Beifahrer recht spät. Ich kam hinter dem Polizisten zum Stehen. Das war nicht der beste Start für eine Freundschaft.

Nach einer halben Stunde musste ich 50 Rubel bezahlen, weil ich nicht angeschnallt war. So ging es dann weiter - jeden Tag 50 Rubel. Irgendwann wurde mir das dann zu blöd, und ich gab ihm 500 Rubel und sagte (zeigte) das er mich nun zehn Tage in Ruhe lassen soll. Das hatte zur Folge, dass wir ein Polizeirevier von innen sahen - gar nicht toll. Nach drei Stunden und 50 Rubel für nicht angeschnallt sein - meine 500 Rubel waren irgendwie verloren gegangen - konnten wir wieder fahren. Man sagte uns noch, wir sollen uns anschnallen - aber wie, ohne Sicherheitsgurt????

Einen Tag später kam mein Schwager - er ist полковник (Oberst) beim Justizministerium. Wir fuhren wieder nach Поспелиха und wieder wurden wir angehalten. Diesmal war der Polizist sehr unhöflich und wollte 150 Rubel haben. Es dauerte etwa fünf Minuten bis meinem Schwager der Kragen platzte - anders kann man das nicht beschreiben. Er zog seinen Dienstausweis, stellte den mittlerweile weiß gewordenen Polizisten in Achtung und wir fuhren mit den Polizisten auf sein Revier. Diesmal bekam ich Tee und Süßkram während mein Schwager hinter verschlossenen Türen tobte. Ich habe nie rausbekommen, was er da so alles abgelassen hat, aber einen Tag später kam mein Lieblingspolizist in unser Dorf und gab mir meine verloren gegangenen 500 Rubel, eine kleine Flasche Wodka und eine Schachtel Pralinen. Er entschuldigte sich dermaßen, dass es eigentlich schon peinlich war.

Von dem Tag hatte ich Narrenfreiheit.

Fazit: Mit Geld in Russland ist das Leben leicht, mit der richtigen Verwandtschaft ist es besser.

Eine Reise in den Altai (August 2008, Silvio Martin, Oberhausen)

Wir waren zu dritt, zwei Freunde ohne jegliche Sprachkenntnisse und meine Wenigkeit, mit sehr schlechtem Russisch. Gebucht hatten wir die Flüge nach Nowosibirsk, den Mietwagen am Flughafen und das Hotel für die erste und letzte Nacht.

Als ich endlich den Schalter für die Mietwagen am Flughafen gefunden hatte, wurde mir von der Dame dort nach durchsicht einiger handschriftlich erstellter Listen erklärt, dass ich den Wagenim Gegensatz zur über Hertz erfolgten Buchung in der Stadt abholen müsste. Ich hatte keine Ahnung, ob ich überhaupt an der richtigen Stelle war, weil nirgends das Logo von Hertz zu sehen war. Da niemand am Flughafen eine Filiale der Firma Hertz kannt, sind wir mit dem Taxi zu der Adresse gefahren, die uns die Dame gab. Auf der Suche nach der Adresse betrachtete der Taxifahrer dauernd seinen zerfledderten Straßenatlas durch eine dicke Lupe und musste drei mal Passanten fragen, bis er uns endlich an dem Haus in einem Hinterhof abgesetzt hatte. Die Adresse hätten wir anhand des Stadtplanes niemals gefunden. Offenbar gibt es in Nowosibirsk virtuelle Straßen.

Rund um das Gebäude war nichts zu sehen, was nach Mietwagen aussah. Das Haus hatte zwei Eingänge, die nach Business aussahen. Der eine bestand aus schwarz verspiegelten Fenstern und einer Tür, neben der in einer Klarsichthülle ein Ausdruck des Firmennamens hing. Der Name sagte uns allerdings nichts, denn Hertz verrät nicht den Namen seiner Vertragspartner. Das hätte alles mögliche sein können: Ein Anwalt, ein Versicherungsmakler, ein Zahnartzt, ein Nachtclub. Der andere Eingang führte zu ordentlichen Büros und im Eingangsbereich ware sogar eine Auslage mit ausgedruckten Karten. Wir entschieden uns dazu, die drei Stunden bis 10 Uhr Morgens am zweiten Eingang zu warten. Einige Mitarbeiterinnen betraten nach und nach das Büro und sahen uns etwas verwirrt an. Nach einiger Zeit erbarmte sich einer der Wachleute und erklärte uns, dass die Autovermietung sich hinter dem ersten Eingang verbirgt. Also warteten wir dort. Gegen 10:15 wollte ich bei der Telefonnummer anrufen, welche sich auf meiner Buchungsbestätigung befand. Die russische Ansage erklärte, dass die Nummer ungültig sei. Als ich gerade die Idee hatte, statt +8 eine +7 zu wählen, hielt ein Auto im Hof, ein Mann stieg aus und fragte uns, ob wir wegen eines Autos hier wären. "Ja" und schon waren wir im Büro und es gab Kaffee. Dann gab es per Handy einen Anschiss für weitere Mitarbeiter(innen), die alsbald eintrafen. Danach wurden Formulare gedruckt, ausgefüllt, gestempelt, unterschrieben, Kaffe getrunken und Zigaretten geraucht und nach eineinhalb Stunden waren wir tatsächlich im Besitz des bestellten Ford Focus. Übrigens würde ich mir die Kiste niemals privat kaufen - der Kofferraum ist viel zu klein.

Als meine Reisegesellschaft den bisherigen Verlauf hingenommen hatten ohne zu murren oder Bedenken zu äußern, wusste ich, dass sie für die Erfahrung Russland bereit sind.


Der weitere Verlauf gestaltete sich ordnungsgemäß: Mittels Stadtplan führte ich den Fahrer zum Hotel. Die Registrierung ließ länger auf sich warten als angedroht, also machten wir uns ohne Pässe auf den Weg zum Campingausrüster, den Norbert (TM) mir per PM empfohlen hatte. Der befindet sich in einem alten Holzhaus und hatte eine gute Auswahl an Ausrüstung. Dort erstanden wir ein Zelt für den Notfall, der nie eintreten sollte. Eigentlich sind wir keine alten Camper und hätten das Zelt nur gebraucht, falls wir keine Unterkunft finden. Wie von Norbert angekündigt, kannte niemand den Laden, auch keiner von den Touristen aus Nowosibirsk, mit denen wir im Altai gesprochen hatten.

Zu Nowosibirsk möchte ich ganz diplomatisch nur bemerken, dass in Deutschland auf absehbare Zeit wohl keine Städtereisen dort hin angeboten werden. Der Leninpark mit seinen Schalikbuden hat uns allerdings gefallen, zumal das Wetter hervorragend war.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg Richtung Süden. Schon kurz hinter Nowosibirsk hielt die Miliz uns an. 95 km/h statt der erlaubten 50! Der Polizist zeigte und sogar das entsprechende Schild für die Gegenfahrbahn. In unserer Richtung war uns kein Schild aufgefallen. Ich hatte mich innerlich schon von einem Teil unserer Reisekasse verabschiedet, aber nach Durchsicht unserer Dokumente beließ der Polizist es bei einer eindringlichen Ermahnung, in Zukunft aufmerksam zu sein. Ein paar Kilometer weiter wäre fast ein völlig betrunkenes Mädchen vor unser Auto getorkelt, Diestags gegen 11 Uhr Mittags! Auch das ist nochmal gut gegangen.

Gegen Abend stiegen wir in einem kleinen Holzhäuschen in Sousga in der Nähe von Aja ab, das wir wegen des Schildes "Zimmer frei" bemerkten. Davon gibt es unendlich viele. Die Ausstattung war natürlich spärlich - die Toilette war eine Holzbude mit einem Loch im Boden und die Dusche war ähnlich gestaltet. Sie hatte nur ein Rost statt eines Lochs im Boden und auf dem Dach stand ein Fass mit dem Duschwasser. Zu Abend wollten wir in einem Cafe essen, das uns unterwegs aufgefallen war. Auf dem Fussweg dorthin schoben wir ein Taxi an, einen uralten Lada, und bekamen dafür eine Freifahrt zum Cafe. Draußen war schon eine fröhliche Runde von vier Damen mit Essen und Wodka trinken beschäftigt. Nach und nach entpuppten sie sich sämtlich als Angestellte. Wir waren die einzigen Gäste. Natürlich mussten wir nach dem Essen einen Wodka mit ihnen trinken. Als Roy am nächsten Tag dort Bier holte, beschäftigte sich dieselbe Runde dort auf dieselbe Weise. Außer ein paar Touristen, die ein Päckchen Zigaretten kaufte, ließ sich wieder kein anderer Gast blicken. Das Business-Modell dürfte sich erledigt haben, wenn der Besitzer entdeckt, dass er immer nur Schnaps kauft, aber nie welchen verkauft.

Wir wollten den Teufelsfinger "Tschjortow Paljetz" besichtigen, aber meine Wegbeschreibung war etwas ungenau. Ein paar Kilometer hinter dem Dorf Aja wurden wir zurück geschickt und am Oertseingang konnte mir jemand ausreichend genau den Fußweg erklären. Angesichts der 30 Grad war Martin etwas ungehalten, dass wir zu Fuß hinauf marschierten, während etliche andere Touristen die steilen Wiesenwege mit dem Auto hinauf bretterten und dann mit Sandalen auf dem Steilen Felsen herum kletterten. Wir outeten uns durch angemessenes Schuhwerk sofort als Ausländer. Schade, dass dort oben ein Müllhaufen aus Flaschen und Dosen herum liegt.

Am Nachmittag war Baden angesagt. Ich konnte mir den Fluß Katun nicht so antun, wie die beiden anderen: Bis zu den Knien rein gehen und akklimatisieren. Das kalte Wasser hat schon weh getan, wenn man nur eine Hand rein steckte. Also musste ich mich so rein stürzen, dass ich gar keine Chance mehr hatte, den Plan abzubrechen.

Nach einem Tag Ruhe war Kilometer machen angesagt. Unterwegs sahen wir uns die Quelle Arschan Suu an und die auf der anderen Seite des Katun liegende Höhle, die aber kein Knaller ist. Bis Aktasch hatten wir es im weiteren Verlauf geschafft. Im Hotel war kein Platz frei, aber einen Kilometer vor dem Ort gibt es ein Motel, das den praktischen Namen "787 km" trägt. Da weiß man gleich, wo es ist. Das Motel hatte sogar eine richtige Toilette. Und ein Waschbecken. Beides für den kompletten Flur. Sascha - ich nenne ihn mal so, denn ich habe den Namen vergessen - half uns, einen Laden in Aktasch zu finden, wo wir ein Feierabendbier kaufen konnten. Nachts stand ich mit seinen Kollegen auf der Rauchertreppe und wir unterhielten uns. Die arbeiten alle für einen Film und einer hat sogar stolz etwas Deutsch präsentiert, das er vermutlich nicht aus der Schule behalten hat: "Fräulein, bitte lecken Sie ab."

Am nächsten Tag war das Wetter so schlecht, dass von der Aktru-Bergkette nichts zu sehen war, also sind wir gleich bis Kosch-Agatsch weiter gefahren. Ich hatte in Arschan-Suu Postkarten für die Lieben und weniger Lieben daheim gekauft (über 30 Stück) und ging in die Post, um mal eben Briefmarken zu holen. Außer mir war dort kein anderer Kunde und nach gut 30 Minuten verließ ich die Post im Besitz von Briefmarken für immerhin 9 Postkarten, davon eine nach Russland. Ich wollte im Hotel von Kosch-Agatsch fragen, ob es dort auch ein Mittagessen gibt. Zuerst erklärte mir ein Mann, dass ich den falschen Eingang erwischt hatte. Dann fragte er, ob ich Englisch spreche und erklärte dann völlig überraschend im besten Englisch den Weg zu einem Kafe. Dort beschäftigten wir uns mit der Vorbereitung der Postkarten. Als fauler Sack hatte ich zuhause Adressaufkleber vorbereitet und besondere Aufkleber: Dort muss man nur Datum und Ort eintragen und den Standardkram ankreuzen: Essen, Wetter, Unterkunft usw. auf keiner Skala von ++ bis --. Unterschreiben. Fertig. Das war keine schlechte Idee, denn als ich die Postkarten genauer untersuchte, stellte ich fest, dass auf etlichen die Rückseite komplett mit Erklärungen bedruckt war.

Von Kosch-Agatsch aus war Tschemal das nächste Ziel. In meiner Karte war eine Straße eingezeichnet, die von der Entfernung her eine deutliche Abkürzung versprach. Wir verzichteten auf die Abkürzung angesichts des Zustands des Anfangs der Straße, die auf den ersten Kilometern einen dicken Strich bekam und dann nur einen dünnen. Bis Ust-Muny schafften wir es. Dann hatten wir keine Lust mehr und suchten uns eine Unterkunft. Die hatte sogar eine warme Gemeinschaftsdusche und wir feierten uns für diesen Erfolg.

Im südlichen Teil des Tschujskij-Trakt ab Ust-Sema gibt es wenig Tankstellen. Wer der Anzeige für die verbleibende Fahrstrecke hat, sollte bei 100 km darüber nachdenken, bei der nächsten Gelegenheit aufzutanken. Ab da gibt es auch nur wenige durch Schilder beworbene Unterkünfte. Geldautomaten haben wir in Majma, Gorno-Altaisk, Tschemal, Aja und Ust-Sema gesehen. Ab und zu wurde sogar das Logo von Visa und Mastercard in Geschäften gesichtet, aber das ist sehr selten.


Morgens machten wir uns auf den kurzen Weg nach Tschemal. Damit hatten wir genug Zeit, uns eine angenehme Unterkunft zu suchen. Nachdem wir das Dorf zweimal durchfahren hatten, entschieden wir uns für einen Hotelkomplex, der eine Werbetafel aufgestellt hatte. Wir hatten Glück, denn dort war eine kleine Wohnung für drei Nächte frei, ein Schlafzimmer für drei Leute mit ordentlichem Bad. Es gab sogar einen kleinen Swimming-Pool. Normalerweise ist die Anlage immer ausgebucht. Das hat uns jedenfalls Iwan erzählt. Den lernten wir am zweiten Abend kennen. Er kommt aus Nowosibirsk und war mit seiner Freundin in Urlaub. Nachmittags hatte Sergej uns mit lauter Technomusik erfreut, die aus seinem Ford Mustang böllerte. Anscheinend schien das niemanden zu stören. In Russland scheint man immer dem Risiko ausgesetzt zu sein, mit Techno knapp unterhalb der Grenze beschallt zu werden, ab der man sich nicht mehr unterhalten kann. Vorher hatten wir uns das Kloster auf der Insel Patmos und das Wasserkraftwerk angesehen. Das Kraftwerk ist nichts besonderes, aber die Landschaft ist sehr schön.

Danach versuchte ich mein Glück auf der Post. Als ich eintrat, war ich der einzige Kunde. Mein Begehr von 26 Briefmarken nach Deutschland wurde mit großen Augen aufgenommen. Ich gab meine Postkarten ab und wartete. Hinter der Theke war ein Verhau von Stempeln, Formularen und Büromaterial. An der hinteren Wand stand eine Kiste mit Zeitschriften. Seitlich standen zwei Computer mit einem Zettel "funktioniert nicht". Einie andere Kunden liefen ein und nach einigen Minuten ließ sich eine andere Angestellte aus dem Hinterzimmer blicken. Sie reichte die Kiste mit den Zeitschriften nach vorne und eine Frau kramte darin rum. Ich hätte die Kiste ja gleich auf die Theke gestellt, anstatt die bei jeder Anfrage dorthin zu wuchten. Eine Babuschka beschwerte sich, dass sie kein Geld bekommt. Den Hinweis auf die defekten Computer mochte sich nicht akzeptieren und verließ laut schimpfend die Filliale. Nach ca. 40 Minuten kam die erste Dame aus dem Hinterzimmer und präsentierte mir stolz die Postkarten, welche nun schon frankiert waren. Das ist ja mal ein Service. Der Preis war etwas höher als das Porto, aber einige Karten waren überfrankiert. Wahrscheinlich habe ich wieder alle Vorräte aufgekauft.

Iwan fragte uns Abends nach unseren Plänen für den nächsten Tag. Ich wollte eine Tour zu den Karakolsker Seen buchen. Er bot uns an, das gemeinsam zu machen, und zwar in seinem Geländewagen. Unser Hauswirt bestätigte, dass die Straße in brauchbarem Zustand wäre. Also ging es am nächsten Morgen los. Nach drei Stunden blieben wir im Morast stecken, als wir den falschen von zwei parallelen Wegen wählten. Iwan hatte eine Säge und eine Machete im Kofferraum und wir fällten zwei Bäume, um die Karre irgendwie aus dem Loch zu hebeln. Als wir gerade mit dem Experiment loslegen wollten, kam uns auf dem unteren Weg ein Lastwagen entgegen, der Holz geladen hatte. Für 50 Rubel zog der uns aus dem Dreck. Wir waren noch damit beschäftigt, uns über unsere Rettung zu freuen, als uns eine Gruppe mit einem Landrover und einem alten Lada (!) entgegen kam. Die waren schon seit zwei Tagen auf dem Rückweg und berichteten von einem furchtbaren Zustand der Straße. Zwei Frauen liefen mit hochgekrempelten Hosen vorneweg und testeten die Tiefe der Pfützen. Das reichte uns - wir fahren zurück, kaufen Grillfleisch und Bier und lassen den Tag gemütlich ausklingen. Das Schaschlik gibt es tiefgefroren in praktischen Zwei-Liter Eimern. Die letzte Station im Produktionsprozess scheint das Einschlagen des Deckels zu sein. Wir haben nur selten einen Eimer bekommen, in dem kein Riss im Deckel war.

Wir hatten uns gerade in der Hotelanlage eingerichtet, Holz gehackt und den Grill angeheizt, als unser Hauswirt aufkreuzte. Der musste sich das Video von unserer Rettung ansehen und quittierte es mit einem herzlich-gemütlichen Lachen. Efgenij, so hieß er, trug ein Tour T-Shirt "Afghanistan 1979 - 1989" und bestätigte mir, dass er tatsächlich dort war. Als Entschädigung für seine Fehlinformation holte er Wodka und ein paar Kumpels von ihm liefen auch noch ein, ein Staatsanwalt, ein Polizeichef und noch einer, der hinterher sehr schön auf der Gitarre spielte und sang. Eine Runde nach der anderen mussten wir mittrinken, der Staatsanwalt begleitete jedes Gläschen mit "Auf Wiedersehen" und der Polizeichef vermittelte uns an einen Freund in Artybasch, nachdem er von unseren weiteren Plänen hörte. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass der nächste Wodka einer zu viel würde und ging ins Bett. Nicht alle aus meiner Reisegruppe verhielten sich so und damit war der Fahrer für den nächsten Tag schon am Abend vorher bestimmt.


Nachdem wir uns von Iwan, Julia und Jefgenij verabschiedeten, machten wir uns auf den Weg über Gorno-Altaisk nach Artybasch. Gorno-Altaisk sieht nicht sehr einladend aus - postsozialistische Tristesse und im Vorbeifahren habe ich nur einen Platz entdecken können, der etwas hermachte. Die Straße nach Werch-Bijsk und dann nach Artybasch ist in ordentlichem Zustand und führt über eine hügelige Landschaft mit ein paar typisch russischen Dörfern. Kein Aufreger, aber angenehm zu fahren, zumal wenig Verkehr herrschte.

In Artybasch angekommen rief ich Alexej an, der uns dort beherbergen sollte. Eigentlich wäre es mir lieber gewesen, wenn die uns einfach die Adresse gegeben hätten, aber aus irgendeinem Grund musste es so kompliziert sein. Es wäre durchaus zu meistern gewesen, in der einzigen Straße des Dorfes eine Hausnummer zu finden. Nun ja, ich sagte ihm, dass wir jetzt gegenüber der Tankstelle am Anfang des Ortes warten. Alexej sprach schnell und undeutlich, aber ich war mir sicher, dass er mehrfach sagte "Wartet. Wartet. Wartet." Also warten wir. Eine halbe Stunde. Dann rufe ich wieder an. Er fragt, wo wir stehen. Immer noch am Eingang. Wir sollen weiter fahren. Wohin habe ich nicht verstanden, aber egal, fahren wir halt durch das Dorf. Dann rufen wir nochmal an. Er fragt wieder, wo wir sind. An der einzigen Brücke. Er sieht uns nicht. Ich höre draußen ein Motorrad vorbei fahren und im Handy auch. Alexej steht auf der anderen Straßenseite. Er hatte wohl auf einen Mercedes G oder M oder sowas gewartet. Den fährt ja jeder hier. Offenbar hat er gar keine Erfahrung mit Ausländern, die die Sprache nicht gut beherrschen, denn je weniger man versteht, desto aufgeregter und schneller redet er. Insbesondere, wenn man gerade im Wörterbuch sucht.

Wir bekommen die komplette erste Etage (russische Zählweise, also das Erdgeschoss) des typischen Bauernhauses. Ein zweites Haus auf dem Grundstück ist an Touristen aus Nowosibirsk vermietet. Der Standard ist rudimetär: In der Küche steht ein großer Kessel, aus dem man Wasser schöpfen und in den Behälter über dem Waschbecken gießen kann. Den Kessel füllt man auf, indem man im Garten Eimer mit dem Wasserschlauch füllt. Wir haben uns schon ein wenig gewundert, warum Alexej und sein Bruder nicht fließendes Wasser ins Haus legen, wo sie es doch schon im Garten haben. Dafür gibt es einen Wasserkocher mit Durchlauferhitzer für Tee und Kaffee. Angesichts des Wetters verzichteten wir auf das abendlich Schaschlik und kauften Brot, Käse und Wurst. Als es Zeit zum Schlafengehen war, bestachen wir die Katze mit einem Stück Wurst und warfen sie aus der Wohnung, damit sie nicht Nachts ihren Unmut über die fremden Besucher äußert, indem sie ins Gepäck pinkelt oder kackt. Ein paar Minuten später war sie wieder drin. Da ist irgendwo eine Katzenklappe versteckt. Das süße Tierchen äußerte seine Sympathie mir gegenüber, indem es die ganze Nacht um meine Beine herum trampelte und sich mal hier, mal dort in meinem Bett zum schlafen legte. Außerdem fraß es Morgens unsere Wurst, die wir dummerweise auf dem Tisch liegen ließen.

Am nächsten Tag führ Alexej uns mit seinem Boot über den Teletzkoje See bis zum Wasserfall Korbu, der zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört, genauso wie große Teile des Seeufers. Ein schöner Fleck Erde. Nachdem wir zurück waren, machten wir Bekanntschaft mit den Touristen im anderen Haus. Dima ließ uns nicht zum nächsten Programmpunkt. Alexej wollte uns noch eine Quelle zeigen, aber wir mussten mit Dima Wodka trinken, und er wollte uns ein russisches Brettspiel zeigen, dass so ähnlich wie Backgammon ist. (wie heißt das?) Dima hatte schon ordentlich was getankt und fiel zweimal von der Bank und lachte danach fröhlich. Asif half ein wenig bei der Übersetzung. Er ist Pakistani und lebt schon lange in Nowosibirsk. Dort hatte er medizin studiert und geheiratet. Er war der dritte Mensch in der Republik Altai, mit dem ich mich flüssig auf Englisch unterhalten konnte, nach dem Mann in Kosch-Agatsch und einem schwedischen Touristen. Ich gewann die erste Partie. Abends grillten wir zusammen und die Frau von Asif fragte mich, wie der Ausflug mit dem Boot war. Die Gruppe war zwar schon ein paar Tage da, hatte es aber wegen der Zecherei tagsüber noch nicht geschafft, ebenfalls einen Ausflug zu unternehmen. Nach dem Grillen wurden wir zur Banja gezwungen (russische Sauna). Fünf Durchgänge Banja - in den See haben wir mitgemacht. Danach wurde in ihrem Haus gefeiert. Irgendwann kamen die Frauen und brachten weitere Flaschen "Schiwoje Piwo", das überall verkauft wird und in vorhandene oder mitgebrachte Plastikflaschen abgefüllt wird. Die Damen wurden wohl zum Einkaufen geschickt, während die Herren schon mal den Schnaps klein machten. Dima haben wir geschafft - noch nie war es so einfach, einen Russen unter den Tisch zu trinken. Er hatte aber auch einige Stunden Vorsprung.


Den Rückweg nach Nowosibirsk teilen wir in zwei Etappen, denn wir mussten den Wagen Sonntags bis 18:00 Uhr wieder abgeben und mir war das Risiko zu groß, im Stau stecken zu bleiben, falls viele Leute von der Datscha nach Hause fahren. Also planten wir einen Stop in Barnaul ein. Zwei Nächte wollten wir dort verbringen, denn ich hatte im Internet positives über die Stadt gelesen. Anstatt bis Gorno-Altaisk und dann auf die M52 zu fahren, entschieden wir uns für eine Abkürzung über Turotschak. So sparten wir uns die Durchfahrt durch Gorno-Altaisk und Bijsk. Die Straße war laut Karte asphaltiert. Und das war sie auch tatsächlich - früher mal. Hinter Turochak wurde gerade eine Brücke repariert und wir mussten über eine Behelfsbrücke fahren, die aus zwei Stahlbahnen für die linken und rechten Räder bestand, zwischen denen ca. 80 cm Platz waren, durch den man den schnell fließenden Fluss Bija sah. Die Behelfsbrücke wird wohl noch einige Zeit in Betrieb bleiben: Zwischen den Bäumen am Ufer entdeckten wir Leute in orangenen Sicherheitswesten, die gerade angelten.

Ab dort mussten wir ca. 60 km über eine Piste fahren, die hauptsächlich aus Kieselsteinen, Sand, Matsch und Schlaglöchern bestand. Nur ab und zu entdeckten wir Reste der Asphaltdecke. Mit 30 bis 40 km/h konnten wir den meisten Schlaglöchern ausweichen. Wie die Russen das schafften, die uns ab und zu mit 60 km/h überholten, weiss ich nicht. Wahrscheinlich gar nicht. Augen zu und durch. Hinter Karabinka war die Straße wieder gut befahrbar.

In Turochak und später hinter Bijsk an der M52 kehrten wir in ein Kafe ein, verzehrten 3 Kaffee und 6 Teigtaschen. Natürlich nicht jeder, sondern zusammen. Das kostete einmal 135 Rubel und einmal 120 Rubel. Für das Geld bekommt man in Deutschland bestenfalls 3 Kaffee, aber nur wenn man danach sucht.

In Barnaul brauchten wir natürlich ein Hotel und eigentlich sollte uns klar sein, dass eines gar nicht geht: Wenn der einzige, der die Schrift lesen kann, auch noch fährt. Wir sind den ganzen Lenin-Prospekt entlang gefahren und ich habe kein einziges Hotel gesehen. Das war kein Schaden, denn besser hätten wir es nicht treffen können. In der Nähe des Bahnhofs (Ul. Profinterna) wurde im Sommer das Hotel "Alexander House" eröffnet. Die haben auch eine Homepage, aber ich habe die noch nicht erreichen können: http://www.alexander-house.ru Das Hotel ist neu gebaut oder das Haus top renoviert. Wir nahmen ein Dreibettzimmer mit Flachbildfernseher und Klimaanlage. Die (Massage-) Dusche, Waschbecken und Toiletten sind zwar auf dem Flur, aber modern ausgestattet und sehr sauber. Der Spaß kostete sensationelle 1100 Rubel pro Nacht für uns drei zusammen! Außerdem registriert das Hotel Ausländer.

Abends sind wir in einem Bierrestaurant der Brauerei "Sibirskaja Korona" auf dem Sozialistitscheskij Prospekt hängen geblieben. Da hat es meinen Freunden so gut gefallen, dass wir am zweiten Abend dort nochmal hingegangen sind. Inzwischen hatten die Angestellten sogar die englische Speisekarte gefunden. Dafür bekamen wir kein Brot und ich keinen Reis. Martin bekam seine Vorspeise, als ich fast schon fertig war. Schräg gegenüber schlief ein Mann mit DFB Teamjacke und Mütze. Sein Gegenüber nutzte die Gelegenheit und klaute ihm den restlichen Wodka. Rechtzeitig zum Eintreffen seiner mutmaßlichen Lebensabschnittsgefährtin war er wieder fit. Ansonsten ging es sehr zivil in dem Laden zu. Vom Jogger bis zum Anzug war bei den Herren alles vertreten. Als Mann kann man sich in Russland in der Freizeit nur schwer unpassend kleiden.

Barnaul gefällt mir. Rund um den Lenin-Prospekt gibt es viele Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, die etwas hermachen oder entsprechen hergerichtet werden können. Die Innenstadt kann man gut zu Fuß erkunden. Abseits gibt es natürlich auch viele hässliche "Chroschtschowkas", also die 4- bis 5-stöckigen Ziegel- und Plattenbauten, die für die ehemalige Sowjetunion typisch sind. Wenn in so einem Haus ein guter Laden eingerichtet wird, dann möchte man die Fassade etwas herrichten. Also kommt an den Teil der Außenwand, der zu dem Ladenlokal gehört, eine neue Fassade dran und fertig ist die Laube. Der Rest sieht nach wie vor vergammelt aus. Am Schiffsbahnhof fragte Roy einen Mann, ob er das Skateboard seiner Tochter ausleihen könne. Er durfte. Der Mann sprach gut Englisch und wir unterhielten uns ein wenig. Als er hörte, dass wir in zwein Tagen wieder nach Hause fliegen, kommentierte er das grinsend: "Back to civilization." Leider war meinen Freunden eine dreistündige Schiffstour auf dem Ob zu lang. Statdessen setzen wir uns auf ein Bier in ein Zelt am Markt. Die Technobeschallung war uns etwas zu laut, um uns zu unterhalten. Also zogen wir durch die Stadt und besichtigten den Markt und das Fußballstadion. Am Eingang hängt eine große Tafel, auf der sämtliche Ergebnisse der Liga, der Tabellenstand, der Spielplan von Dinamo und der nächste Spieltag angeschlagen sind. Das habe ich vorher auch noch nicht gesehen.

Am letzten Tag fuhren wir dann nach Nowosibirsk und checkten im Flughafenhotel ein. Das kostet fast doppelt so viel wie das in Barnaul, ist aber recht runtergekommen. Registrierung wird dort auch nicht durchgeführt. Demnächst eröffnet dort ein neues Hotel. An der Bar gab es immerhin eine (!) kalte Flasche Bier. Die bekam Martin, weil der immer am lautesten jammert, wenn es nicht kalt genug ist.

Wir suchten eine Autowäsche auf. Die dauerte statt der angekündigten 35 Minuten ca. 90 Minuten, davon 30 Minuten Wartezeit bis wir dran waren. Der Typ hinter mir hatte das schon zwinkernd als "russische Stunde" angekündigt. Gegen 15:30 wollten wir den Mietwagen zurück geben, aber es machte niemand auf. Damit hatten wir die Gelegenheit, noch etwas in Nowsibirsk herumzulaufen und ein Bier unter Technobeschallung in einem kleinen Park zu trinken. Bei der Übergabe übersah der Angestellte großzügig die ganzen Teerflecken, die der Autowäsche widerstanden. Allerdings probiert er das Radio aus. Nach dem Feuerlöscher und der restlichen Notfallausrüstung sah er nicht, wohl in der Annahme, dass die zu schwer und sperrig ist, um sie als Beute im Fluggepäck mit nach Hause zu nehmen. Wahrscheinlich wissen die auch nicht, dass die Heizung nicht funktioniert. Das werden sie wohl im Winter erfahren. Der Tankdeckel war auch schon weg, als ich das erste mal tanken wollte. Am Bahnhof ließ gerade der Bus zum Flughafen den Motor an. Das passte uns ganz gut.

Ich hatte einige wenige Bedenken wegen der Ausreise, weil wir nur für zwei Nächte registriert waren. Bei der Passkontrolle hatte ich schon einen Stapel Quittungen parat, die beweisen sollten, dass wir tatsächlich dauernd unterwegs waren und uns deshalb nicht registrieren lassen mussten. Eigentlich hatte ich nur die Hoffnung, dass der Grenzbeamte angesichts der Anzahl an Quittungen gar nicht erst versucht, unsere Reiseroute nachzuvollziehen. Die Registrierung des Hotels in Barnaul bekam ich nach einem flüchtigen Blick darauf sofort zurück. Dann wurde der Pass ein, zwei mal gescannt, ein wenig gestempelt und fertig. Ich glaube, der hat mich nicht mal angesehen. Bestenfalls flüchtig.

Ein kleines Problem hatte ich noch. Ich hatte kein Mitbringsel für meine Nachbarn, die sich um meine Post und die Zeitung kümmerten. Irgendwie hatte ich verpasst, ihnen etwas nettes zu kaufen. Deshalb besorgte ich für sie eine Flasche Wodka im Magasin Kiew in Duisburg und entfernte den Aufkleber des Importeurs.

Roy spricht übrigens schon davon, nächstes Jahr zum Fußballländerspiel nach Moskau zu fliegen. Hoffentlich bekommen wir Tickets.


Für die Bilder zum Bericht: http://www.solidaridad.de

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